App "traffic pilot" sorgt für Grüne Welle mit dem Fahrrad

| Umwelt Verkehr

Stellten Einzelheiten zur neuen Fahrrad-App "traffic pilot" vor: Florian Reeh, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement (li.), und Heiko Böhme, Sachgebietsleiter Verkehrssystemmanagement. Foto: Michael Gstettenbauer

Stellten Einzelheiten zur neuen Fahrrad-App "traffic pilot" vor: Florian Reeh, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement (li.), und Heiko Böhme, Sachgebietsleiter Verkehrssystemmanagement. Foto: Michael Gstettenbauer

Die neue Smartphone App "traffic pilot" für Radfahrer kann ab sofort kostenlos aus dem App Store (iOS) und dem Play Store (Android) heruntergeladen werden. Foto: Michael Gstettenbauer

Mit dem neuen Angebot können Radlerinnen und Radler im gesamten Düsseldorfer Stadtgebiet komfortabel auf der "grünen Welle reiten". Foto: Michael Gstettenbauer

Die neue Smartphone App "traffic pilot" für Radfahrer kann ab sofort kostenlos aus dem App Store (iOS) und dem Play Store (Android) heruntergeladen werden. Bei einer Rundfahrt haben Florian Reeh, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, und Heiko Böhme, Projektkoordinator Digitales Testfeld Düsseldorf (KoMoD), Einzelheiten zu der neuen App vorgestellt.

Mit dem neuen Angebot können Radlerinnen und Radler im gesamten Düsseldorfer Stadtgebiet komfortabel auf der "grünen Welle reiten". Die App zeigt ihnen die dafür richtige Geschwindigkeit an.

Die Vorteile:

  • Verhinderung unnötiger Stopps
  • Vermeidung von starken Brems- oder Beschleunigungsmanövern
  • Verringerung des Kraftaufwands beim Radfahren
  • Entspanntes und gleichmäßigeres Fahren durch die Stadt
  • Radfahren wird weniger anstrengend und folglich komfortabler.

"Die App ist Teil der digitalen Verkehrswende", erklärt Amtsleiter Florian Reeh. "traffic pilot ermöglicht entspanntes und gleichmäßigeres Radfahren durch die Stadt. Das Fahrrad, als Mobilitätslösung der Zukunft, wird damit komfortabler und somit noch attraktiver."

Rund 70 Prozent der mehr als 600 Ampelanlagen in Düsseldorf unterstützen die App. Dabei ist jede Ampelsteuerung anders. Manche Ampeln schalten immer im gleichen Rhythmus - dann ist die Prognose einfach. Viele Ampeln reagieren aber dynamisch auf unterschiedliche Einflüsse: Fußgänger, die per Knopfdruck Grün anfordern, Busse und Straßenbahnen, die bevorzugt durch die Kreuzung geschleust werden, oder auf stärkeren Verkehr aus der einen oder anderen Richtung. In solchen Fällen ist die Prognose schwierig, manchmal nur sehr kurzfristig oder sogar überhaupt nicht möglich, wenn die Daten von der Ampel nicht schnell genug übermittelt werden. Auch kann es zu Unsicherheiten in der Prognose kommen, die in der App grau angezeigt werden. Die Prognosegüte wird online geprüft. Wenn die Prognose an einer Ampel zu unsicher ist, wird sie nicht angezeigt.

Hintergrund

Realisiert wurde die App im Rahmen des Forschungsprojekts KoMoD, durch die Projektpartner Landeshauptstadt Düsseldorf und "Gevas Software".
Das Projekt "KoMoD - Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf" ist Teil des Förderprogramms "Automatisierung und Vernetzung im Straßenverkehr" des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Unter Federführung der Landeshauptstadt Düsseldorf haben das Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch Straßen: NRW, diverse Unternehmen sowie wissenschaftliche Institutionen im Projekt KoMoD gemeinsam am Straßenverkehr der Zukunft gearbeitet. Das Gesamtprojektvolumen belief sich auf 14,8 Millionen Euro, bei einem Fördervolumen von 9 Millionen Euro.

In dem Folgeprojekt KoMoDnext wird seit Jahresbeginn bereits an einer weiteren Funktion für die App gearbeitet. Ziel soll es sein, die Radfahrenden virtuell an der Ampel anzumelden. Im Detail kann diese Funktion mit der eines Anforderungstasters oder Induktionsschleifen gleichgesetzt werden. Die Anmeldung der Radfahrenden erfolgt dann bereits virtuell aus größerer Entfernung, die Ampel schaltet um und kann ohne Halt passiert werden. Das Gesamtprojektvolumen beläuft sich auf 9,8 Millionen Euro, bei einem Fördervolumen von 6,86 Millionen Euro.

Weitere Informationen zu dem Forschungsprojekt sowie zum Thema Radverkehr in Düsseldorf finden sich online unter https://komodnext.org/ beziehungsweise
www.commitatus.com/radschlag.

 

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